, dacht ich mir, nach dem Ausfall der Wartburg, schaust du dir den Goethe an. Viel junge Leut in der Stadt, dies freut. Einmal rum um den Frauenplan, Parkplatz gesucht und hingestiefelt. Den Mann mit den echt Thüringer Rostbratwürsten vorm Bauch, gefragt, wo die eins denn wär? Achselzucken, wo denn das Goethehaus sei, ahh dieses da. 

Dieses da hat einen prächtigen Eingang mit ordentlich benutzten Stufen, nur da ist zugesperrt. Die Fenster sind dreckig, die Farbe blättert, drinnen steht nix auf dem Fussboden.

Ich schau, wo die meisten Leute irgendwie raus oder reingehen. Ein Nebengebäude linker Hand scheint hier frequentiert zu werden. Kein Schild nix. Innen alles hohl, das Haus ist nur Fassade, eine menge Pinguine hinter einem runden Tresen, die alle entweder gelangweilt dreinblicken oder etwas interessantes auf einem Flachbildschirm sehen. Irgendwie ausserirdisch.

Ich frage eine Dame, ob und was es hier im Angebot gäbe? Ja die Wohnung von Goethe'n eben. Sie zeigt auf einen dunklen Gang, da gänge es hoch zu den Wohnräumen. Ich bin konsterniert, ob dieses absolut kulturfreien Umgangs mit der deutschen gewesenen Kultur. Aber irgendwer wird sich dies schon genau überlegt haben, bei dem Bauvolumen. Dies wollte ich nicht mitmachen.

Ach ja, der Friedhof scheint arg vernachlässigt zu sein, viele Absperrbänder und Eingangstore mit Schloss und rotem Schild zugesperrt, dies kenn ich schon, hält mich nicht mehr auf.

Etwas weiter von Weimar, gibt es an der BAB einen Rastplatz, linker wie rechter Seite, Namens Habichtsfang. Dorten sind so wie in ALZ gleich hinter der gesperrten Parkplatz-Ausfahrt im Wald, jede Menge Wartungsschächte der hier Thüringer Fernwasserleitung genannt werdenden Einrichtung. Auch hier Baum- und Astbruch auf beiden Seiten, welche die Stellen markieren. Dazu gehörig, ist hier ein eigener Sendemast, und bald werden sie sogar zwei biologische Kläranlagen für die Pisshäuschen haben, natürlich mit den dazugehörigen Mannlöchern. Und wieder jede Menge Ansitze drumherum, sodass Querschläger den anderen Jäger oder gar Leut auf dem Parkplatz treffen könnten. Dies ist also unlogisch, erfüllt aber seinen Zweck in D, weil da wo der Jäger ist, ist der Schießprügel nicht weit, und da wo der ist, könnte es ungesund werden. Die Übertreibung der Symbolik zeigt wiederum Dummheit an. Auch Schilfrohr und Bambus sind ihre Zeichen. In ALZ wollt ich mit Navi zu der zuständigen Behörde, Telefon war schon eigentümlich, je zweifelhafter mir das angezeigte Ziel erschien, no gps signal. Der Bürgermaister ehrenhalber, hat allerdings die Schlüssel zum Areal im Wald, ist leider nur ein Holzdieb, demzufolge nicht mit Druckreglern sonderlich vertraut und interessiert.

Mit Liebe.

 

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