Momentan gibt es einige Autoren die das obige zu Ihrem Thema machen.

Mir als technisch interessieren Mensch ist eine generelle Verflachung schon mehr als zehn Jahre früher misslich aufgefallen. Für den begeisterten Leser gab es immer genügend Stoff, ob die alten Griechen aus dem Bücherschrank, der obligatorische Karl May, oder die vielen Romanautoren. Irgendwann kamen die Sachbücher später die Fachbücher dazu.

Davon konnte man eine ganze Weile zehren, bzw. neue, auf den ersten Blick unverständliche Entwicklungen sich neu aneignen.

Irgendwann und insbesondere zu beobachten in der IT Landschaft kamen immer mehr Titel auf den Markt, welche zwar im speziellen Teilbereich alles aufzeigten, was notwendig war, aber keinen Verweis auf die Grundlagen mehr enthielten. Beim Studieren war dies mir immer besonders öde, weil der Erkenntnisgewinn nicht stattfinden konnte.  Diesen musste man entweder nicht vermissen, schon erlangt haben, oder aus dem aufkommenden verlinkten Webseiten von anderen Autoren erlangen.

Um dem Trend entgegenzuwirken wurden dann als letztes Aufbäumen der Gutenbergschen Jünger massenweise Titel für 'Dummies' herausgebracht, mit deren verflachten Bilder- und Sprechblasen-Aneinanderreihung ich nix aber auch gar nix anfangen konnte. Weil dies andereseits ein jahrelanges in Massen zu beobachtende Phänomen war, dachte ich, mit mir stimmt was nicht.

Dies hatte dann ein abruptes Ende, die Verlage schlossen massenweise ihre Tore, es gab also doch nicht genügend Menschen die damit etwas anzufangen wusten oder wollten.

Heute wird nun einiges mehr im Selbstverlag herausgebracht, bzw. das heutige Internet ist der Wissensspeicher. Nur ist dieser beileibe nicht so einfach zu konsumieren wie ein haptisches Buch mit Papierseiten. Da es prozentual aber weiterhin wenige sind, welche Fachbücher lesen, wird sich an der momentanen Situation nicht viel ändern.

Genauso wird es sich auch in der politischen Literatur darstellen, es sind zu wenige, welche sich durch Lesen in der Buchhandlung für das Fach interessieren, so dass sich der wirtschaftliche Mainstream etabliert hat, der von der synaptischen Wahrnehmung her, keine andere Sachlage zulassen kann.

Da die Menschheit solche Auf und Ab's nun schon mehrfach hinter sich hat, denk ich mal, wird es auch dafür einen Ausgang geben. Den werden Historiker in der Zukunft allerdings nur feststellen und bewerten können, wenn sie genügend authentisches Material zur Verfügung haben werden.

Also hoffen wir mal es kommt nicht so bald zu einem EMP und oder einer signifikanten Verschiebung der Erdmagnetpole --- Heute wissen wir zwar es muss eine Flut verbunden mit einem plötzlichen Anstieg der Meere um rund 100 m vor ca. 10.000 Jahren gegeben haben, der Mythos ist in allen endemischen Kulturen überliefert. Wir wissen allerdings heute nicht welche Kultur sich bis dahin schon entwickelt hatte, noch wodurch die Kataklyse genau ausgelöst wurde. Es ist also ein andauernder Erkenntnisgewinn bzw. deren Revision gegeben.

Und da sind wir wieder beim Ausgangsthema, wobei ich meine, mediale Ereignisse werden heute von Algorithmen bestimmt -- Also momentan wird viel über KI bzw. AI fabuliert, nur wer außer den Machern weiss um was es da geht? Welche Regeln als Mensch haben wir, einen massenweise benutzten sorgsam trainierten Algorithmus, der sich als fehlerhaft heraustellt, in einer Kette von algorithmierten Entscheidungen zum Abbruch zu zwingen? Momentan keine, wir sind hilflos.

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