Mit guten Ratschlägen, bin ich heute vor elf in Richtung Rathaus, nach etwas Saubermachen im Haushalt, schwatter Anzug, roter Binder, keine Wanderschuhe, aber da war niemand, ausser im Vorzimmer.

Nun gut die freundliche Dame hörte es sich an, und wollte Termine machen, geht leider nicht bei mir, sorry.

Der freundliche Herr vom letzten Mal, den ich ob seiner Tätigkeit als Vogone bezeichne, ist der Stellvertreter vom Bürgermeister, und dieser komme erst im Nachmittag wieder rein. Ein anderer Herr mit Rechtskenntnissen sei aber da, den wolle sie holen, dass er sich mein Anliegen antut. 

Ich bin gerade so fertig mit meinem zweiten Satz, da ist es schon wieder Nachmittag, und der nette Aktenstapelabarbeiter tritt zur Tür herein.

Ich schildere meine Beobachtung der vollkommen diametralen Bannwälder in Hessen und Bayern, und bekomme eine Antwort, wie aus der Pistole geschossen, die ich ganz schnell wieder vergessen hab, es war himmelschreiender Blödsinn. Im übrigen wüsse man immer noch nicht, was mein Begehr sei, so so, weiß man nicht, Vogone eben, nur lange nicht so abstoßend niedlich im Aussehen.

Jetzt bin ich enttäuscht, da mein Staat hier keine Wirkung zeigt, weise darauf hin, wie ich mich extra in Schale geworfen hab, aber Kleidung wäre ihnen nicht wichtig, gut dass wir dies geklärt haben.

Ich verabscheute mich, mit dem Hinweis, bitte in sich zu gehen, diese Seiten zu lesen, und dem Bürgermeister nächste Woche zu berichten.

Ich ging in die Studierstube, das Buch über ALZ vom Urschleim an, weiter zu studieren. Dabei gab ich mir Mühe, die in Altdeutsch, allerding mit lateinischen Lettern hier abgedruckte Ukunde des Stadtrechts für ALZ von 1401 zu lesen, fragte auch noch mal die Bibliothekare, ob diese eventuell in aktuellem Deutsch vorhanden sei, nein.

Die Urkunde ist heute so gültig, mit drei großen angehängten Siegeln von damals, ausgefertigt auf Veranlassung des Königs. In den Chroniken schreiben sie nun heute, dieses Recht sei nie in Anspruch genommen und zwischenzeitlich eine Wüstung anstelle des Ortes gewesen. Nachweise dafür fehlen? Warum? Nun um eine Legende für die Zukunft zu bauen, denk ich.  In 1951 hat man nocheinmal eine neue Stadtrechtsurkunde ausgestellt, republickanisch wie im Buch stehen tut, nein auf britischem Seerecht fußend wie  fast alles auf diesem Planeten, bis heute, morgen nicht mehr!

https://youtu.be/n-NdxPIFHTI

Hat man dies generell so gemacht, einfach bestehendes Recht verschwiegen, und neue Urkunden ausgestellt? Dies impliziert, alle Abgaben solcher Städte, Personen und sonstigen Körperschaften in der Vergangenheit, sind schon immer eine Schuld der Bank of England, da zu Unrecht erhoben.

Ich wieder zum Rathaus, dort waren beide Gewaltigen anwesend, den Rechtskundigen fragte ich, warum in 1951 eine neue Urkunde auf Seerecht basierend gefertigt sei? Auf Seerecht, nein dies hätte die bayrische Staatskanzlei getan. Ich, also wie alles auf Seerecht? Er, nein nein nicht. Ich fragte, ob er das Seerecht kenne welches hier gelte, er rollte nur mitleidig mit den Augen. In der Ausbildung hatte er dies nicht. Der Vogone, indess, in seinem offenen Kämmerlein, versuchte seine Ohren zu verschließen und sich hinter einem kleinen Handtaschenrechner zu verbergen, was ihm excellent gelang.

Beim gehen ermahnte ich noch einmal an die Lektüre, und gab bekannt, dass ich in der Studierstube sei.

Dort suchte ich mir noch eine andere Quelle, zum Wissenserwerb. Die katholischen hatten ein Heft, welches die Zeit aus ihrer Sicht auf einer halben Seite darlegte, ich musste pieseln, hieß ich soll gehen. Das Stehporzelan war nur frei, und da wurde mir unmissverständlich klar, dass was ich vorhatte, war eine sehr üble Idee. Bevor ich los ging aß ich einen Apfel, in den ein Belzebübchen gekrochen war, zu spät bemerkt. Also nach Hause alles waschen und aufhängen. Gut, dass ich mal in einer Großwäscherei alle Schritte für so was gelernt hab.

Mit gewohnter Kluft, grünem Schirm und gelbem Beutel, ging es Richtung Hofladen, bei den Evangelen geläutet, mein Innerstes wusste, da ist niemand für die Schäflein, dabei wieder einige nicht so schöne und schöne Fotos in der Landschaft geknipst.

An der Ziegelei war ein junger Mann auf einer Auslegerscheerenhebebühne gestanden, welche rhythmische piep tat. Er kam nicht ran an seinen Auftrag. Ich sprach ihn dann darob an, er Holzwurm, hätte versucht die Äste mit der Hand abzureißen, warum benutzt er kein Werkzeug? Ich musste ernst bleiben. 

Also Apfelsaft und Radies geholt, und wieder in die Studierstube.

Kurz nach vier der Rauswurf, sie würden für heute schließen, man spüle von sieben bis acht Klassik, bleiben war nicht! Also nach Haus, und überdenken, ob und inwieweit die heutigen Entscheidungen zu korrigieren seien.

Der Deibel kneipt immer noch, der kriegt heut noch eins auf die Bommel.

Und wenn es heut nur der falsche Binder war, so nehm ich morgen eben einen Anderen um den Hals.

Mit Liebe.

war heut mein Ziel.

Wichtig war, zu erfahren, was Bannwald im Spessart bedeuten kann. Unbesehen war ich in den hessischen Teil geraten, wie Tag und Nacht, zur bayrischen Seite. Wanderwege teilweise zugewachsen, weil so viel wird nicht mehr gewandert heut von den Menschen, der Wald mit Unterholz, gebrochene Bäume verbleiben weiterhin im Wald, vermodern an Ort und Stelle, kaum mal ein Ansitz, kaum forstliche Schneisen. Teilweise kam ich mir wie ein US-Scout vor, wurde ich doch auf Tierpfaden in das dickste Dickicht geführt.

Wieder zurück auf der bayrischen Seite, lief ich einem gelben Ungetüm vor die Schaufel, er kratzte Regenablaufrinnen in der Hangseite des Weges viel zu breiten Weges, abgeschnittenes Wurzelwerk der Bäume darüber ist nur kollateral, merde. Einige Kahlschläge nun von der anderen Seite aufgenommen. Alles Wüten wider die Natur im Namen der Stadt.

Zusammenfassen kann man folgend Gesehenes beschreiben:

Zwei neonrote Streifen an den Bäumen \\ // links und rechts, markieren ein Schneise von bis zu zehn Meter, dazwischen sind viele der Bäume gebrochen.

Umlaufend um den Stamm in neongrün / / /, bedeutet Krone ist abgedreht, Erfolgsbilanz ca 80%.

Aller anderer aktueller wie alter Bruch geht mit Einzelbäumen oder Ästen im Zick Zack durch den Wald, und diente mir bisher, um von Anstand zu Anstand zu gelangen, vorbei an den Stümpfen gewesener Baumriesen. Dabei ist auffällig, viel aktueller, aber auch jähriger Bruch, ist immer wieder darauf  aus, einen der alle 200 Meter stehenden Ansitze richtig voll zu treffen, und dabei zu zerstören.

Aufgefallen ist mir dies schon an den Feldrainen, und den dort umgeworfenen Ansitzen, aber ganz besonders heute bei der Schwedenschanze. Auf dem Arial stehen drei Ansitze, welche nicht wirklich getroffen wurden, dafür ganz massiv die Zufahrt zu diesen. Dies ist kein Wanderweg, nein dies sind extra für die Ansitze gegrabene Wege im Wald. Zur Gemütserheiterung hab ich auf dem Lecksteinstumpf eine Steinbalance gebaut, dies klappte für jeden Stein im ersten Versuch, welch Wunder.

Es stink, wie man auf deutsch sagt.

Ich danke allen Lebewesen, die mir zu dieser Erkenntnis verholfen haben.

Mit Liebe.