, wächst ja a Boam raous! Jaah. Hörte ich heute bei herrlichem Sonnenschein nach dem Gottesdienst in der roten backsteinernen Lutherkirche, irgendwo auf der Straße jemanden hinter einer Hecke rufen.

Man kann sogar, wenn man MEI am Kennzeichen stehen hat, mit seinem Panzer, direkt auf dem Kirchhof parken, nach der Kirche muss man dann auch ganz schnell weg, und hat das Recht des Stärkeren, oder?

Zehn Minuten vor 1000 MEZ war die Kirche schon rappelvoll, ich konnte auf einer seitlichen Bank hinten platzen, auch glaub ich, die ganze Zeit meinen kleinen Lutherhut gar nicht vom Kopfe getan zu haben. Darf man dies überhaupt?

Nun da waren heute einige mit viel größeren im Kirchenschiff, beim Darstellen des Lebens von eben diesem.

Posaunen- und Flötenchor gemeinsam aus Luther- und Friedenskirche unterstützten gefühlvoll die angezeigten Lieder, geschmückt mit einem orangenen Binder. Hab ich auch dabei, heut allerdings auf dem Bügel gelassen.

Fünfundneunzig Thesen sollen es gewesen sein, die der Luther da an die Tür genagelt hat, welche hätte heute noch Bestand? Ich hab auch keine Ahnung, ist noch alles in Latein. Dies war Luther's Lernprozess, dann im Weiteren mit der Schrift in Meißner Kanzleideutsch aus dem griechischen Original für eine gewisse Ordnung im Geiste zu sorgen.

Bei den Ansprachen und Fürbitten keinerlei luziferischer Humbug, sehr gut so.

Die Kollekte vom Gustav Adolf Werk für ein Projekt in Kasachstan hat auch von mir einen siebener.

Ja der Grund ist vor so langer Zeit gelegt, und ich denke sie würden, wenn sie könnten, es wieder tun.

Der Lößnitzbach hat seit langer Zeit kein Wasser, ich wollt dem Bürgermeister schon was in den Kasten legen, da klingelt das Telefon. Ich hätte die falsche Jacke an, das wäre nicht meine, sondern meiner Schwester ihre, ohne die Jacke könne sie nicht los, Blumen für den Jubilar kaufen, also musst ich flitzen.

Herr Bürgermeister, ihre Aufgabe wird sein, in den nächsten Tagen dafür zu sorgen, das sämtliche Zuflüsse zum Lößnitzbach, auf ihrer Flur, wieder in diesen fließen, und nicht in die städtische Kanalisation. Sollten sie damit Schwierigkeiten haben, insbesondere wegen dem wasserwirtschaftlichen Objekt auf den letzten Metern zur Elbe, geben sie Bescheid. Dass dieses Objekt bei der letzen Elbflut in Mitleidenschaft gezogen wurde, war gewollt, dass der Bach dort nun einsickert ebenso. Seien Sie kein Narr, sie wollen nicht wirklich für den Tod so vieler Lebewesen verantwortlich sein, glauben sie mir.

Es sieht zwar schick aus, wenn man im Dirndl und Lederhosen den Daumen gibt, bei der Hoflößnitz, nur eigentlich ist dies ja erst seit der bayrischen Schwemme hier etwas heimisch geworden.

Warum gibt es keinen Traubensaft? In F und Umgebung ist es normal neben Äppelwoi Saft von den Äppels anzubieten.

Mit Liebe.

Comments


Comments are closed