Warum unlogisch?

Die Bäume wachsen doch weiter vom Erdboden gen Himmel oder? Ja schon, nur vor ca. 10 Jahren hat da ein Stillstand stattgefunden, der nicht forstlich bearbeitet wird.

Alles nur, weil kein Geld da sei, nur das kleine Forstamtsgebäude ist für viele Millionen saniert worden. Dies riecht man im gesamten Forst Wolfgang, Korruption ist hier der Treiber, allerdings wie überall.

Was ist zu sehen? Vom Sturm letzten Jahres ist man wohl verschont, wennschon auch hier der Wind Zeichen gesetzt hat. Dies sind die gleichen wie im jetzt noch bayerischen Teil des Spessart.

Die breiten unendlich langen Wege im Forst sind in Schuss, Wasser gibt es auch genug, nur ab und an gibt es quer über den Weg liegende Bäume, in der Wurzel gefallen. Das Mittelstück ist meist rausgeschnitten, bei untergeordneten Schneisen dann nicht mehr.

Folgt man, so wie in Bayern, der Richtung der liegenden Riesen schnurgerade durchs Holz findet sich mit 90% Sicherheit mitten im Wald eine künstliche Lichtung mit 2, 3 oder mehr Schussbahnen und einem Hochsitz, angelegt in den letzten Jahren. Von da aus kann man nun auch den befahrbaren unscheinbaren Weg zurück zu einer der Hauptalleeen begehen. An dessen Anfang etwas weiter im Wald findet sich meist eine hölzerne Schranke mit einem Schild, wie Wildruhezone oder auch Naturschutzgebiet.

Innerhalb dieser Lichtungen sind dann auch Neupflanzungen mit Verbissschutz zu finden, alles aus jüngerer Zeit. Also erst große Fläche gerodet, und dann Alibistreifen wieder beflanzt.

Beim Forsthaus selber ist ein nicht kleiner Teil von echten Riesen geerntet worden, weil sie angeblich den Leuten auf den Kopf gefallen wären. Man kann allerding am weiteren Wald sehen wie gesund diese im Wald standen. Hinweisen auf diese Art forstliche Pflege, tut eine dünne Fichte quer über die Hauptallee. Diese zeigt aber auch an, dass das Gebiet teilweise schon älter, komplett zugewachsen mit Wildwuchs beginnt, also ohne Aufforstung!

Hi und da sind an Stellen wo durch Bruch in der Vergangenheit Lücken enstanden sind, Neuanpflanzungen begonnen, die allerding nach Augenschein, wenn überhaupt, nur ein Jahr gepflegt wurden, meist sind da nur 2 bis 3 Planzlinge weitergekommen.

Allerdings werden dann schon im Randgebiet zu Bayern ganze Jagen dem Diktat eines Jagdpächters unterstellt. Durch die immer wieder andere Schneisenbildung, scheinen Windhosen die Riesen teilweise alle in den Kronen gekappt zu haben. Gegenzusteuern wird hier versucht, mit immer wieder neuen Neupflanzungen, die allerding ob des Fehlens von forstlicher Pflege, nicht weit kommen.

Was ich noch nicht gefunden habe, ist solch ein massiver Raubbau am Wald wie um die Stadt Alzenau. Dort ist unklar wie dies in der Zukunft aufgelöst werden kann, da viele der Industrieflächen auf ehemals Bannwald stehen. Zu nutze hat man sich hier wohl irgendwie ein lascheres bayrisches Waldgesetz und wohmöglich 30 jährige langsame Umnutzung gemacht. Die Zukunft wird zeigen wer dafür Verantwortung aufbringen werden wird. Ich denke aber, dass der kirchliche Gebietsschacher hier zwischen Preußen/Hessen und Bayern aus dem Jahr 1914 wieder gerade gezogen wird.

Also auffällig ist im Hanauer Forst Wolgang, dass forstlich da kaum etwas passiert, ausser in jünger Zeit viele versteckte Jagd-Reviere entstanden sind, jüngeres Holz verschwindet, älteres weiterhin liegen bleibt. Summa Sumarum gibt es keinen Forst, sondern wohl nur eine Abteilung die ausschließlich jagdliche Interessen vertritt.

Allerdings ist es noch nicht so verrückt, wie im Bayerischen Teil, wo der Wald viel dünner ist, und auf Sichtweite von Anstand zu Anstand ein Jäger platzen könnte.

Ich denke, damit dies anfängt ein Ende zu haben, werden die Jäger wohl arge Probleme mit ihrem bildlich gesprochen nassen Pulver in ihren Büchsen haben. Gefüttert wird nun nicht mehr mit vergorenem Mais, dies ist durchweg gut getrockneter, rings um die Hochsitze.

Mit Liebe.

 

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