Nach meiner heutigen Erfahrung ist dies bei der Fa. Schaffer nicht der Fall, es könnte sein, das die erste Generation hier noch eine Vorstellung von hatte, die jetzige definitiv nicht.

Ein Wohnmobil war ausgeliehen, bei dessen Rückgabe sich herausstellte, dass die Kaution entgegen dem Vertrag verbucht wurde, und nun ein Konto benötigt würde, um das Fiatgeld zurückzuerstatten. Hier werden also Umsätze generiert, die keine sind.

Da fragt man sich natürlich sofort, und was kommt noch? Nun da gibt es so schöne große Flächen an solch einem Fahrzeug, da lässt sich doch was finden, aufschreiben und von Kostenangeboten kann gleich was auf dem Übergabeprotokoll notiert werden.

Es waren also zwei Striche eingezeichnet im hinteren linken oberen Bereich, die man aus 30m Entfernung und einem fiktiven Sichtpunkt 10m über Grund sehen solle.

Ein abermaliges Inaugenscheinnehmen offenbarte allerdings, mit einer Handy Optik und den zur Verfügung stehenden Photonen waren diese Striche nicht abbildbar. Sie waren zweifelsohne von unten, aus der Froschperspektive bei bestimmten Lichteinfall sichtbar. Etwas Fingerwischen demonstrierte jedem intelligenten Humanoiden deutlich um was es hier ging. Man beharrte weiter, dies wird der Kostenvoranschlag eines Fachmanns zeigen.

War es dreist genug? Der Kunde ließ sich dadurch nur nicht vertreiben, als drittes wurde der Chef persönlich herangeholt. Nach Instruktion durch sein Personal, hatte er leider keine neue irgendwie überzeugende Argumentation parat, und blieb bei der bisherigen Einschätzung, ein Kostenvorschlag wird zeigen ob es mit Waschen & Polieren, oder aber mit Lackieren zu beheben sei.

Wer hier in der Kindheit mit dem Klammersack gepudert wurde, glaubt natürlich an den Weihnachstmann, und denkt es wird schon nicht teuer werden, es wird ganz bestimmt mit Waschen sauber.

Dem Chef wurde nun zu verstehen gegeben, dass hier doch bevor von 'Schaden' gesprochen wird, dieser erst mal analysiert werden sollte.

OK er hat es verstanden und seinen Aufbereiter mit Leiter, Tuch und Lackreiniger zu den "Fahrzeugen die alle schon fertig sein sollten" gerufen. Dieser zeigte mit kreisenden Bewegungen, dass sich die 'Schäden' leicht beseitigen ließen. 

Dies wäre nun der Augenblick, wo eine Entschuldigung angebracht gewesen wäre, aber soweit kommt es noch! Es wurde nun argumentiert, es sei ja ihre Leiter, ihre Arbeitszeit und ihr Lappen.  H2O wurde wohl als nicht existent angesehen, weil es nicht in Betracht gezogen wurde. Um die Logik weiterzuführen, es wäre natürlich ihr Wasser, welches als Kostenpunkt bei ihnen verbleiben würde.

Diese Argumentation war nicht besonders smart, wenn auch der eine oder andere bestimmt an das Gute im Menschen glauben mag.

Mit Zustimmung, und unter Benutzung deren roten Lappens und deren Leiter wurde nun unsererseits der weiße Lack mit dem weißen Lackreiniger gesäubert. 

Im Ergebniss war der Lappen an den benutzen Stellen einfach arg schmutzig, die 'Schäden' nicht mehr zu sehen, sodass diese aus dem Protokoll mit "Schäden beseitigt" gestrichen wurden.

Man hätte das ganze natürlich auch per Anwalt klären lassen können, aber das war es nicht wert!

Was bleibt, eine Arbeit wurde getan, welche wohl der Vermieter selber immer Mal wieder tun sollte, um seine im freien stehenden Fahrzeuge sauber zu halten, und ja simples sauberes Nass ist da bestens für geeignet!

Eine Frage bleibt, wie gehen Versicherungen mit solch offensichtlichem Tun um? Ist dies für den Michel mathematisch eingepreist, der Versicherer hat also immer noch genug davon?

Die Chuzpe ist einerseits fast bewundernswert, andererseits, ein übertriebenes zur Schau stellen, verwandelt einen Wert in bloße Asche.

Anzunehmen ist weiterhin, dass die üblichen Kinderkrankheiten bei solchen Mobilen, wie Überlauf des Frischwassertanks in den Innenraum, oder defekte Plastikverschlüsse an Klappen mangels realer Maintenance nicht abgestellt sind oder werden.

 

Idioten ist nichts verboten.

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